Firmengeschichte

Die Gesellschaft SADOBRE  (Stazione Autostradale Doganale di Confine del Brennero – Autobahnzollstation Brennergrenze) wurde im Jahre 1971 gegründet. Die Initiative ging bereits im Jahre 1967 von der Handelskammer Bozen aus, die in den folgenden Jahren zum Ankauf der Grundstücke in der Gemeinde Freienfeld und zur Gründung einer Aktiengesellschaft mit öffentlichen Gesellschaftern führte.

Ziel der Gesellschaft war die Errichtung einer modernen Grenzabfertigungsstruktur hauptsächlich für den Güter-, aber auch für den Personenverkehr auf der im Jahre 1974 durchgehend eröffneten Brennerautobahn. Dabei ging man davon aus, dass diese Struktur aufgrund der geografischen Verhältnisse nicht am Brennerpaß, sondern in der ersten südlich gelegenen Ebene, also in Sterzing verwirklicht werden mußte.

Es war in erster Linie Verdienst des Präsidenten der neu gegründeten Gesellschaft, Dr. Paul Cadsky, dass die erforderlichen Genehmigungen durch die verschiedenen Ministerien, die Projektierung, die Baugenehmigungen, das Abkommen mit der Brennerautobahngesellschaft über den Autobahnanschluß und schließlich die Bauarbeiten zügig erfolgten und die Autobahnzollstation Sadobre im Jänner 1975 ihrer Bestimmung übergeben werden konnte.

Die Autobahnzollstation verfügt über großräumig asphaltierte, beleuchtete und umzäunte Parkplätze, die durch baumbestandene grüne Verkehrsinseln begrenzt sind. Im Hauptgebäude sind das Zollamt, verschiedene Speditionsfirmen und die Büros der Verwaltung untergebracht. Ein weiteres Gebäude wurde für Veterinär- und Zollkontrollen genutzt, während der Finanzwache u.a. auch der architektonisch interessante Kontrollturm, der zum Symbol der “Sadobre” geworden ist, diente.

Die Gesellschafter der Sadobre AG erkannten bereits zur damaligen Zeit, dass die wirtschaftliche Entwicklung angesichts der begrenzten Kapazitäten der Eisenbahn einen enormen Zuwachs im internationalen Straßengüterverkehr über den Brenner bewirken würde. Es ist offensichtlich, dass das große Verkehrsaufkommen wohl kaum ohne größere Probleme hätte bewältigt werden können, wenn nicht durch die Sadobre AG ein großräumiger, effizient arbeitender Autohof geschaffen worden wäre. Die wirtschaftliche und soziale Bedeutung für Land und Bezirk verdient besonders hervorgehoben zu werden; in der Autobahnzollstation waren über 400 Mitarbeiter tätig; etwa 800 Lkw, die durchschnittlich ca. 7 Stunden auf den Parkplätzen verweilten, wurden täglich verzollt.

Die nachfolgenden Zahlen, die die jährlich verzollten Lkw wiedergeben, zeigen auf, wie sich die Aktivität der Zollstation seit ihrer Eröffnung entwickelt hat:

Rechtssitz:  Freienfeld

Gründung: 1971
Tätigkeitsbeginn: 1975

Gesellschafter:

Autonome Provinz Bozen – Südtirol (bis 2001 30 %; ab 2001 63,06 %)
Südtiroler Sparkasse AG (bis 2001 40 %; ab 2001 6,94 %)
Allgemeines Lagerhaus Bozen (20,81 %)
Handels-, Industrie-, Handwerks- und Landwirtschaftskammer Bozen (7,69 %)
Landwirtschaftliche Hauptgenossenschaft Südtirol (1,00 %)
Gemeinde Bozen (0,5  %)

Brennerautobahn AG (ab Juni 2010 100 %)

Präsident:

Paul Cadsky (1971 – 1997)
Franz Spögler (1997 – 2010)
Benedikt Gramm (2010-2013)

Paolo Rosatti (2013 – 2016; seit Oktober 2016 Einzelverwalter)

Direktor:

Aldo Degiorgis (1975 – 1981)
Reinhard Fuchs (1981 – 1993)
Günther Seidner (1993 – 1998)
Verena Pfitscher Bonfanti (ab 1999)

Aufsichtsrat (derzeit):  

Ferdinand Rainer – Präsident
Cristina Odorizzi – Mitglied
Emanuele Bonafini – Mitglied